Aktuelle Kommentare in chronologischer Reihenfolge

Home

Til Schweiger fordert klare Ansagen
Die Flüchtlingsproblematik führt uns erneut vor Augen, wie weit sich die Politik von der Sprache des Volkes entfernt hat, wie sie verlernt hat, Position zu beziehen
-
weiterlesen auf der Freitag

Das unaufhaltsame Scheitern der Linken   
Linke Parteien in Europa streben nach Regierungsbeteiligung; sie verlieren damit zwangsläufig Identität und Programmatik und verweigern sich ihrer historischen Mission.
- weiterlesen auf der Freitag

Wagenknecht setzt Signal   
Heute hat Sahra Wagenknecht ihrer Partei mitgeteilt, dass sie nicht mehr für den Fraktionsvorsitz kandidieren will. Es war ein längst überfälliger Schritt.
- weiterlesen auf der Freitag

Die Demokratie ist in Gefahr? - Ja, aber...   
Vieles spricht dafür, dass die gegenwärtige Entwicklung der westlichen Welt unsere Grundwerte in Gefahr bringt. Doch wer kann den Demokratieverfall aufhalten?
- weiterlesen auf der Freitag

Wo sind die Politrocker?  
Politische Botschaften gehörten zum festen Repertoire des frühen Rock'n' Roll. Die Popmusik von heute hat sich davon weitgehend verabschiedet.
- weiterlesen auf der Freitag

Die Laubbläser - Psychogramm einer kranken Gesellschaft 
Laubbläser liefern ein Psychogramm des modernen westlichen Menschen. Ist es doch ein Produkt, das gesellschaftliche Prozesse der letzten zwanzig Jahre widerspiegelt.
- weiterlesen auf der Freitag

Die Adler und der „Käßmannsche Unsinn“
Entscheidungen, in Krisengebieten militärisch zu intervenieren, werden unter dem Aspekt humanitärer Verantwortung immer öfter getroffen. Wohin wird das führen?
- weiterlesen auf der Freitag

Eine Schublade für die AfD
Die Wahl in Sachsen hat die Diskussion um Rechtspopulismus und die Zukunft der AfD neu befeuert. Doch was sagt das Wahlergebnis wirklich?
- weiterlesen auf der Freitag

Putin bittet den Westen, ihn am Arsch zu lecken ?
Wir stecken in der schwersten politischen Krise seit dem (proklamierten) Ende des Kalten Krieges, und alles, was den Kommentatoren einfällt, sind reißerische Schlagzeilen und krude Theorien auf der Basis nicht verifizierter Berichte.
- weiterlesen auf neopresse.com

Kleine Grüne Männchen?
Die GRÜNEN – welche Hoffnungen ruhten auf dieser Partei, die der Gesellschaft den Spiegel vorhielt, die Parlamente aufmischte, durch und durch humanistisch war! Was ist davon geblieben? Beliebigkeit. Dass die Grüne Elite sich dessen bewusst ist, davon können wir ausgehen, manövriert sie doch verzweifelt in gefährlichen Untiefen. Der Lappen, mit dem sie den Stempel der Beliebigkeit abwischen möchte, ist trocken geworden, und so versucht sie ihn zu benetzen mit feuchten Träumen von einer Welt, die genesen wird am Deutschen Wesen.
- weiterlesen auf neopresse.com

TTIP – Du willst es doch auch!
TTIP bewegt die Gemüter. „ Wir werden verraten und verkauft an die Konzerninteressen!“, so hallt es aus allen Lagern. Doch bei der Diskussion über Produktstandards und Schiedsgerichte wird aus den Augen verloren, dass dieses Abkommen zuallererst ein Ziel hat: Wachstum und neue Märkte. Ja, das ist das Argument der Befürworter, und es mag leicht fallen, es als Totschlagargument zu bezeichnen, dennoch läuft alles auf die eine Frage hinaus: Wollt ihr das totale Wachstum?
- weiterlesen auf neopresse.com

Heul doch! Sigmar Gabriels weinerlicher Aufsatz über den Populismus
Unter dem Titel »Populistische Internationale. Plädoyer für eine Allianz der Demokraten« veröffentlichte Die Zeit in ihrer Ausgabe  vom 15.05. 2014 einen bemerkenswerten Aufsatz des SPD-Vorsitzenden und Vizekanzlers Sigmar Gabriel . Er zitiert Umfragen, wonach die “Populisten” bei den Europawahlen auf bis zu 27 % kommen könnten. Die Sorge ist groß bei den etablierten Parteien; dass die daran aber die Hauptschuld tragen, davon klingt in seinen Betrachtungen wenig durch.
- weiterlesen auf neopresse.com

Der Idiot bleibt männlich! Wie der Gender-Wahnsinn neue Blüten treibt
Nachdem vor einem Jahr an der Leipziger Universität beschlossen wurde, in der Grundordnung nur noch die weibliche Bezeichnung zu führen und auch Männer mit “Herr Professorin” anzureden, legt Berlin jetzt mit schwerem Geschütz nach.
- weiterlesen auf neopresse.com

Zur Osterbotschaft der Claudia Roth
Wie eine Osterbotschaft kam am Karfreitag das Interview der Frankfurter Rundschau mit Claudia Roth daher. In einem beigestellten Porträt wurde festgestellt, dass die Bundestagsvizepräsidentin vielen als „richtig nervig“ gilt, da sie “gerne polarisiert”.
- weiterlesen auf neopresse.com

Klimapolitik auf dem Gipfel der Unglaubwürdigkeit  
Am vergangenen Samstag wurde der dritte Teil des Weltklimaberichts veröffentlicht. Bereits Teil 2 löste bemerkenswerte Reaktionen aus. Da stellte sich die Bundesumweltministerin vor das Mikrofon und verkündet im Deutschlandfunk, die Bürger müssten wohl ihre Lebensweise etwas ändern, um der Klimaerwärmung zu begegnen. Sie hatte sogar einen praktischen Hinweis parat: die Wohnraumtemperatur um 2 Grad zu reduzieren.
- weiterlesen auf neopresse.com

Mediengleichschaltung – nun auch empirisch belegt
Im Zusammenhang mit der Krim-Krise wurde immer wieder von Kommentatoren die objektive Berichterstattung der Leitmedien in Frage gestellt. Dieser Tenor beschränkte sich nicht, wie üblich, auf das eher linke Lager sondern klang, im Gegenteil, auffallend ideologieneutral durch. Nur der Tonfall unterschied die Autoren, und die Wortwahl stufte sich von zurückhaltend (“Einseitigkeit der Berichterstattung“) bis unverblümt (“Gleichschaltung der Medien“). Und man fragte sich immer: ist das nur so ein Gefühl, das du ja auch teilst, oder steckt doch mehr dahinter?
- weiterlesen auf neopresse.com

doublethink – Big Brother startet neue Kampagne
Das US-Außenministerium veröffentlichte in der vergangenen Woche ein Statement mit dem Titel  „President Putin’s Fiction“. Dabei handelt es sich um eine Liste der “zehn falschen Behauptungen über die Ukraine”, die der russische Präsident Putin nach Ansicht des State Department verbreitet. 
- weiterlesen auf neopresse.com

Die gewendete Energie
Die Sendung monitor brachte es, und nun weiß es also auch der Fernsehzuschauer: die neuen Stromtrassen sind überflüssig und haben mit der Energiewende nichts zu tun. Bauen wird man sie trotzdem.
- weiterlesen auf neopresse.com

Es war kein Traum! - eine Talkshow der Superlative
Als ich gestern früh wach wurde, musste ich eine Weile nachdenken, ob ich das alles nur geträumt habe. Aber nein – es war kein Traum, es hatte wirklich stattgefunden. Fast widerwillig hielt ich mich am Samstag Abend (9.11.2013) wach bis zu „Anne Will“ um 22.45 Uhr. (zur Sendung) Eigentlich nur, weil Max Otte dabei war, den ich sehr schätze. Und dann die Überraschung: seit mindestens zwanzig Jahren erlebte ich die erste Talkshow, in der keiner dem anderen ins Wort fiel, in der Positionen und Wissen des Gegenüber respektiert und richtige Aussagen auch dann anerkannt wurden, wenn sie von jemandem stammten, der eine andere politische Überzeugung hat. Selbst Oskar Lafontaines These, dass sich die westliche Demokratie zusehends in eine Plutokratie verwandelt, wurde weder von dem Wirtschaftsprofessor und Fondsmanager Max Otte, noch von dem konservativen Ex-US-Botschafter John Kornblum angegriffen. Anne Will schien hochkonzentriert, denn diesmal durfte sie wirklich moderieren und hatte nicht nur Streithähne voneinander zu trennen.
Ich konnte es nicht fassen und habe bis zum Ende befürchtet, dass noch irgendetwas die Sache vermasselt. Aber nein: 75 Minuten gutes Gespräch, ohne Ideologie, bei dem man etwas lernen konnte. Selbst wenn das Thema, um das es ging (die US-Haushaltslage), genug Grund zur Sorge gibt, so machte diese Sendung doch wieder mal einen kleinen Funken Hoffnung, dass Menschen sich zusammenraufen können, wenn sie nur aneinander interessiert sind.

Wie enttäuscht werde ich sein, wenn ich mir mit diesen Erwartungen die nächste Talkrunde ansehe. Ich überlege, ob ich ein paar Wochen mit Talkshows aussetze. Um mir die süße Erinnerung an den TV-Abend, so wie den Rest Schokolade auf der Zunge, noch ein wenig zu erhalten.

 

Edward Snowden - Verräter oder Held?

Held oder Schuft“, fragt auch ARD-Terrorexperte Paul Elmar Jöris, und kommt zu der Antwort: „Die Durchstecherei von Edward Snowden brachte die Programme der amerikanischen und britischen Dienste insgesamt und ohne jede Differenzierung in Misskredit. Insofern hat er immensen Schaden angerichtet. Er taugt nicht zum Helden, sondern macht sich zum Werkzeug plumper Propaganda.“

Hätte man von dem Experten nicht eine weniger ideologische, stattdessen eine von Sachkenntnis getragene Position erwarten können? Es klingt schon sonderbar: Snowden hat Schaden angerichtet, indem er etwas Illegales in Misskredit brachte. Aber diese Sichtweise passt natürlich nicht in das typische Selbstverständnis eines Experten, der sich nicht vorstellen kann, dass es Dinge gibt, die sein eigenes Tätigkeitsfeld an Bedeutung übertreffen. Konkret: dass die Terrorismusbekämpfung nicht so wichtig ist, um jeder ihrer Maßnahmen Blanko-Absolution zu erteilen. Hören wir dazu den Angeklagten selbst: „Badewannenstürze und Polizisten töten mehr Amerikaner als der Terrorismus, dennoch wurden wir aufgefordert, unsere heiligsten Rechte hinzugeben, aus Angst, ihm zum Opfer zu fallen.“

Noch eins erwartet man von einem Journalisten, auch wenn er Experte ist: Neutralität. Denn es sind ja keine Despoten, gegen die er Stellung zu beziehen hat, sondern durchweg Demokraten, die zu unterschiedlichen Bewertungen der Sachlage kommen. Eine davon lautet: Die aufgedeckten Überwachungsprogramme stellen eine neue Qualität von Spionage dar, und Spionage ist eine Form der Rüstung, und jegliche Aufrüstung provoziert Gegenmaßnahmen. Wir reden aber (so wie erst kürzlich Mr. President) von Abrüstung, von Vertrauensbildung. Insofern ist Snowden – obwohl er sich bestimmt nicht in dieser hehren Rolle sieht – ein Kriegsgegner. Und sind in einem ungerechten Krieg die Verräter nicht immer Helden? (24.06.2013)

Petersberger Klimadialog – Antworten auf die falschen Fragen  
„Vierter Petersberger Klimadialog erfolgreich beendet“ Die Überschrift zu dieser Meldung des Bundesumweltministeriums stand wohl schon vor Beginn der Veranstaltung fest, denn die Schlagzeilen der Medien »Europa findet keine Linie« (Tagesschau), »Scharfe Kritik von Umweltschützern« (Spiegel online), »Klimakanzlerin a. D.« (Süddeutsche Zeitung) »Klimadialog gerät ins Stocken« (Frankfurter Rundschau) sprechen eine andere Sprache. Doch das nur am Rande. In ihrer halbstündigen Rede erwähnt die Bundeskanzlerin mit keinem Satz, dass unser Einfluss auf das Klima nicht geklärt ist. Ihre Reflexion des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes scheint folgender Satz wiederzugeben: „Ich glaube aber, die Gesamtevidenz – egal, ob zwei Jahre früher oder zwei Jahre später – fällt beim Klimawandel so massiv aus, dass es wirklich verlorene Zeit ist, sich darüber zu streiten, ob man schon jetzt etwas tun muss oder vielleicht erst später und ob man noch warten kann. Warten ist keine Option. Nichts tun bedeutet nicht, dass nichts passiert, sondern nichts tun bedeutet, dass es uns insgesamt viel teurer kommt.“ Es ist also doch eine Glaubensfrage?! Keine einzige Aussage in diesem Zitat beruht auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen oder ökonomischen Berechnungen. Sollen wir also wirklich das Schicksal unserer Nachkommen dem anvertrauen, was Frau Merkel glaubt bzw. was ihr von den Interessenverbänden nahegelegt wurde zu glauben? Sicher – zwei Jahre machen den Kohl nicht fett, aber vielleicht sind es ja zweihundert oder zwei Millionen Jahre? Jede Zahl ist gleichermaßen wahrscheinlich, denn die Klimamodelle sind alles andere als exakt. Warten ist tatsächlich keine Option, aber die Alternative  muss nicht Aktionismus sein, sie kann auch aus Nachdenken, Analysieren, Konzipieren bestehen. Die Aussage, dass Nichtstun uns insgesamt viel teurer kommt, ist ebenfalls nur eine Vermutung, aber fest steht, dass Aktionismus uns wesentlich teurer kommen wird als Nichtstun. Während nämlich die Klimaproblematik mehr als fragwürdig ist, sind die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen des Klimaschutz-Aktionismus unstrittig: steigende Energiepreise, Verschwendung und Verknappung von Nahrungsmitteln und Anbaufläche durch die Erzeugung von Bioenergie, Umweltzerstörung durch Rodungen zum Zwecke des Energiepflanzenanbaus sowie durch Wind- und Solarparks und damit verbundene Stromtrassen. Dass wir den Weg alternativer Energien gehen müssen und auch wollen, darüber besteht Konsens. Aber: wir haben Zeit! Genügend Zeit, um fundierte Zukunftskonzepte zu entwerfen, die ökologisch vernünftig und sozial ausgewogen sind. Vieles ist schon nicht mehr rückgängig zu machen: a) der Bau von Windparks und Stromtrassen, über die wir in zehn Jahren sagen werden, sie waren nicht nötig. b) die Abschaltung hocheffektiver Kraftwerke, die für eine Übergangszeit die Grundversorgung hätten sichern können. c) der weltweite Raubbau an der Natur zum Zwecke der Erzeugung von Bioenergie. Umso wichtiger ist es, dem schnellstmöglich Einhalt zu gebieten, um weiteren Schaden abzuwenden und alle verfügbaren Kräfte für die Erarbeitung und Umsetzung zukunftsfähiger Konzepte zu bündeln. (08.05.2013)